Hong Kong verdankt seine Position als Seehandelsstadt seit alters her dem vor den herbstlichen Taifunen schützenden Hafen. Im wahrsten Sinne also sind Wind und Wasser, "Feng" und "Shui", die Lebenselexiere der Stadt, und sind heute, mythisch überhöht, in vielen Alltagsfragen Chinas immer noch von ...
Hong Kong verdankt seine Position als Seehandelsstadt seit alters her dem vor den herbstlichen Taifunen schützenden Hafen. Im wahrsten Sinne also sind Wind und Wasser, "Feng" und "Shui", die Lebenselexiere der Stadt, und sind heute, mythisch überhöht, in vielen Alltagsfragen Chinas immer noch von grundlegender, spiritueller Bedeutung. Wer in das Labyrinth von Hong Kongs Straßen eintaucht, fühlt sich unweigerlich in einen utopischen Film versetzt. Die dichte, himmelhohe Bebauung, das Glitzern der Leuchtreklamen und gläsernen Fassaden, die enorme Zahl von Menschen, all dies lässt den Puls schneller schlagen. Und dann steht man plötzlich an der Hafenfront, geht an Bord einer Fähre und stellt fest, dass sich die engen Schluchten der Wolkenkratzer in ein majestätisches Panorama verwandelt haben, man atmet eine frische Meeresbrise statt der Mixtur aus Stadtluft und den Gerüchen der Garküchen und beginnt zu verstehen, warum diese Stadt eine so große Anziehungskraft besitzt. Ob im Tsim Sha Tsui-Viertel in Kowloon mit den unzähligen Geschäften der Nathan Road, ob in einer der zahlreichen Shoppingmalls oder ob in Central, Wan Chai und Causeway Bay auf Hong Kong Island: die Möglichkeiten zu shoppen und zu bummeln suchen ihresgleichen und sind mit dem hervorragenden öffentlichen Verkehrsnetz schnell erreicht. Auch wenn man viele Ziele zu Fuß erreicht, sollte man dabei nicht stehen bleiben: jede Fahrt, die man per Fähre, U-Bahn oder Bus zu einem ferneren Ziel unternimmt, zeigt Ihnen die Stadt von einer überraschenden neuen Seite. Auch nach der 99 Jahre dauernden Ära als britische Kronkolonie, die mit dem hand-over am 1. Juli 1997 zu Ende ging, hat Hong Kong nichts von seinem Charakter, seinen Kontrasten und seiner Faszination eingebüßt. Hongkong in Kürze: Die chinesische Sonderverwaltungszone Hong Kong umfasst eine Landfläche von etwa 1.050 qkm (Wasserfläche zzgl. 1.150 qkm; zum Vergleich Berlin: insgesamt 889 qkm). Sie besteht aus der Insel Hong Kong mit der Hauptstadt Victoria, der Halbinsel Kowloon, dessen zentraler Bezirk Tsim Sha Tsui heißt, den an China grenzenden New Territories und 235 vorgelagerten Inseln. Hong Kong hat schätzungsweise 6,5 Millionen Einwohner und ist im Verhältnis zur bewohnbaren Fläche das am dichtesten besiedelte Land der Erde. Währung ist nach wie vor der Hong Kong Dollar (1 HKD etwa 0,15 Euro). Sehr viele Menschen sprechen in Hong Kong gleichermaßen die beiden Amtssprachen Englisch und Kantonesisch. Zunehmend viele, insbesondere aus niederen sozialen Schichten, sprechen jedoch nur den kantonesischen Dialekt, aber auch Mandarin ist zunehmend zu hören. Die chinesische Küche kennt verschiedene Provenienzen wie die scharfgewürzte Szechuanküche, die schweren, süßen Gerichte nach Shanghaier Art oder die Pekinger Schule, bei der auf die Hingabe des Würzens und Dramatik des Servierens nach kaiserlich-höfischer Sitte geachtet wird. Die in Hong Kong traditionell vorherrschende ist die kantonesische Küche: Seafood, Fleisch und Gemüse werden mit Gewürzen, Sojasauce, chinesischem Wein, Ingwer oder Schalotten frittiert oder gedünstet. Spezialitäten sind geröstete Gans, Taube und Schlangensuppe. Ausflüge Hong Kong: Die City of Life, bietet Ihnen vielfältige Besichtigungs- und Ausflugstouren. Hier liegt alles faszinierend dicht beisammen. Entdecken Sie das abenteuerliche Hong Kong, die Großstadt genauso wie die ländliche Idylle. Und wem das nicht reicht, der lässt die Nacht zum Tag werden, auf dem Nachtmarkt, in den Szenevierteln oder bei einem romantischen Dinner für zwei. Einkaufen/Kneipenszene: Hong Kong ist als Einkaufsparadies bekannt und verfügt über eine schier unglaubliche Zahl von Kaufhäusern und Einkaufsgalerien, die malls. Am beliebtesten sind Kleidung, Schuhe, Taschen, oder Schmuck. Man sollte in jeden Fall vor grösseren Anschaffungen die Qualität des Artikels genau prüfen (das Designerlabel alleine sagt noch nichts darüber aus). Sie sollten auch eine ungefähre Vorstellung davon haben, was ähnliche Waren zuhause kosten und dann erst einmal gründlich die Preise vergleichen, besonders bei Schmuck und teuren Kameras. Sehr gut sind die chinesischen Kaufhäuser, wie z.B. Chinese Arts and Crafts in Tsim Sha Tsui und im Central District, allerdings nur für Kleidung und Souvenirs. Die Hong Kong Tourist Association (HKTA) gibt regelmäßig Einkaufsführer heraus, erhältlich z.B. im HKTA Informationszentrum am Star Ferry Pier in Tsim Sha Tsui. In Hong Kong gibt es eine Reihe guter Kneipen. Die meisten befinden sich im Bezirk Central. In der Nähe der MTR-Station Central sind das "Carnegies" und das "From dusk till dawn" (Erdinger Weißbier) zu nennen. Im Carnegies treffen sich dienstagsabends gegen 22 Uhr viele Insider, da es dann eine Stunde lang alle Wodkagetränke umsonst gibt. In der Nähe der MTR-Station Wanchai befindet sich das Kneipenviertel Lan Kwai Fong, wo man sich freitagsabends zusammenfindet, um Pläne für's Wochenende zu schmieden. Überhaupt ist Lan Kwai Fong ein Treffpunkt, nicht nur der Reichen und Schönen. The Peninsula Staunen, ja sogar Ehrfurcht erfüllt den Betrachter angesichts des prachtvollen "neoklassizistischen" Prunkbaus dieser ersten Adresse Hong Kongs. Besuchen Sie die imposante Lobby und das angrenzende Café nach einem Bummel durch Kowloon und kehren hier zu einem nachmittäglichen High Tea ein. Ihre Versunkenheit in die Architektur und den Zauber der Zeremonie wird von der Empore herab untermalt von einem Kammerorchester, dessen Repertoire von englischen Barockkomponisten bis zu den Beatles reicht. Abends und nächtens dagegen ist die Nachtbar "Felix" im obersten Stockwerk der angesagte Treffpunkt. Bei allem Respekt: das "Felix" im Peninsula hat den atemberaubendsten Ausblick - und zwar von der Herrentoilette.